Heute mal nicht ins Museum? Auch ein Opernabend kann ganz aufregende Eindrücke liefern. KiKuMa hat ein Dutzend Opernhäuser im deutschsprachigen Raum getestet und sagt, was sie für Kinder und Jugendliche im Angebot haben.
Deutsches Museum, München
www.deutsches-museum.de
Frankfurter Städel
www.staedelmuseum.de
Staatliche Museen zu Berlin
www.smb.spk-berlin.de
Hamburger Kunsthalle
www.hamburger-kunsthalle.de
Kunsthalle Emden
www.kunsthalle-emden.de
K20/K21, Düsseldorf
www.kunstsammlung.de
Pinakothek, München
www.pinakothek.de
Bundeskunsthalle Bonn
www.bundeskunsthalle.de
Grünes Gewölbe, Dresden
www.skd-dresden.de
Römisch-Germanisches Museum, Köln
www.museenkoeln.de
Kinder sind für alle Museen sehr wichtig, denn sie sichern ihre Zukunft. KiKuMa hat deshalb einmal nachgefragt, was einige der wichtigsten deutschen Museen eigentlich so machen, dass sich junge Menschen in ihren Ausstellungen wohl fühlen und ob ihr Angebot für Kinder und Jugendliche auch interessant ist.
Bevor man aber überhaupt in ein Museum hinein geht, will man sich vielleicht informieren, was es zu bieten hat. Dafür ist das Internet bestens geeignet. Wir haben deshalb die Internet-Seiten der Museen angesurft, um zu erfahren, wie sie sich hier präsentieren und ob man das Angebot für junge Leute schnell und einfach findet. Das gibt zum Teil ein ganz anderes Bild.
Wir haben dann Schulnoten verteilt. Was dabei herum gekommen ist, findet ihr hier:
Was will das Museums-begeisterte Kinderherz mehr. Die Internet-Seiten sind gerade für die Jungen abwechslungsreich, informativ und lehrreich. Fazit: Das ist vorbildlich. Bei Kids & Co darf man sogar von einer eigenen Kinderwelt im Internet sprechen. Auf der Homepage ist auch nur die Hürde Veranstaltungen zu überwinden, schon findet sich alles, was das Kinderherz vom Museum wünscht.
Kinderangebot: sehr gut
Web-Navigation: gut
Informationen für Kinder und Jugendliche sind vorbildlich aufbereitet. Hier können sich Familien entspannt und ausgezeichnet informieren. Das Städel setzt den Maßstab, wenn es um Kinderfreundlichkeit bei den Informationen geht. Trotzdem: Die eigene Kinderseite gibt es nicht. Suchen muss man ebenfalls. Veranstaltungen heißt diesmal das Zauberwort auf der Homepage. Bis zum 12. Lebensjahr kostet der Besuch des Museums nichts. Damit können wir auch leben.
Kinderangebot: sehr gut
Web-Navigation: gut
Die allgemeinen Informationen sind sehr ausführlich, aber problematisch für potentielle Besucher. Die Bezeichnung der Homepage ist bei soviel Weltgeltung wahrhaft kryptisch. Direkte Ansprache für Interessenten gibt es nicht. Angebote für Kinder und Jugendliche fehlen auf der Homepage. Sie verbergen sich hinter Weitere Veranstaltungen. Wer nicht suchen will, scheitert schon auf der ersten Seite.
Wir meinen: Schade wegen des guten museumspädagogischen Angebotes.
Jugendliche bis 16 haben freien Eintritt!
Kinderangebot: sehr gut
Web-Navigation: befriedigend
Das Angebot für Kinder und Jugendliche ist vielleicht das lebendigste in Deutschland. Bedauerlich: Es versteckt sich auf der Internetseite im Suchbaum. Wichtig: Bloß nicht auf Information klicken, besser auf Ausstellungen. Dort gibt es schon mal die Kinderzeit. Dann wechselt der geneigte Interessent besser zum Stichwort „Museumspädagogik”. Wir meinen: Die engagierten Macher in der Kunsthalle haben Besseres verdient.
Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt!!
Kinderangebot: sehr gut
Web-Navigation: befriedigend
Im hohen Norden macht man sich allerhand Mühe, um Kindern ein attraktives Museumserlebnis zu bieten. Auf der Seite der Kunsthalle findet man recht schnell alle Angebote, wie üblich leider nur über die Service-Seite und den Begriff ‘Museumspädagogik’. Alles ist da, aber es ist doch recht nordisch-kühl aufbereitet.
Kinderangebot: gut
Web-Navigation: gut
Im Internet blitzt Avantgarde – Design durch. Informationen für Kinder und Jugendliche sind ausnahmsweise nicht hinter dem Begriff Museumspädagogik weggesperrt. Hier heißt es Kunstvermittlung. Suchen muss man trotzdem, findet aber ein vielseitiges Angebot. Man kann sich eben auf moderne Kunst mit allen Facetten einlassen. Bloß: Kostenlos ist nichts.
Kinderangebot: gutDas Angebot für die Museumsinteressierte Jugend lebt in der Bundeskunsthalle. Hier gibt es sogar Audioguides für Kinder. Wenn das Engagement sich auch im Internet wieder finden würde, sicher kämen noch mehr Familien. Übrigens wer auf der Homepage der Bundeskunsthalle auf Pädagogik klickt, der hat das ganze Angebot der Führungen. Von Schulklassen bis zur Erwachsenenbildung. Ein kompaktes Angebot für Kinder sieht anders aus.
Kinderangebot: sehr gut
Web-Navigation: befriedigend
Umfangreiches Angebot für Kinder und Jugendliche. Auch hier gilt: Im Internet verbergen sich Kinder und Jugendliche hinter dem Begriff Museumspädagogik. Die wirklich eigenständige Website für das Grüne Gewölbe fehlt. Der zweite Lehrsatz stimmt ebenfalls: Wer suchet, der findet. Der dritte Erfahrungswert: Nichts ist umsonst. Es sei denn, Kinder sind nicht älter als sechs Jahre. Immerhin: Familienkarten sind erschwinglich.
Kinderangebot: gut
Web-Navigation: ausreichend
Keine eigene Web-Adresse. Nur über die Internetseite der Museen der Stadt Köln erreichen. Für Kinder und Jugendliche gibt es gar keine Informationen. Entsprechende Seite ist in Vorbereitung. Wir meinen: Schade. Kulturvermittlung fängt doch bei der Information an.
Kinderangebot: befriedigend
Web-Navigation: ausreichend