Neue CD von Nena



Wenn ihr Lust habt, könnt ihr hier schon mal in ein paar Songs reinhören!

Farben

Fragen
(Duett mit Rolf Zuckowski)

Es regnet

PAUL TRIFFT POPSTAR NENA



Auf der Buchmesse sieht man viele berühmte Menschen. Aber alle Besucher drehen sich um, wenn Nena auftaucht und an einem Stand über ihr neues Album „Himmel, Sonne, Wind und Regen“ spricht. Die Lieder wurden besonders für Kinder aufgenommen. Ihr Mann, Philipp Palm, hat die Platte produziert und darauf auch ein Lied zusammen mit ihr gesungen. Das Album erscheint am 7. November. Und hier das Interview:


Brauchen Kinder überhaupt spezielle Musik?

Nena: Kinder interessieren sich für jede Art von Musik. Oft sind es die Eltern, die nach speziellen Kinderliedern fragen. Und jüngere Kinder brauchen schon andere Texte, als sie die Popmusik oft liefert.


Was ist besonders, wenn man ein Album speziell für Kinder produziert?

Phillipp Palm: Der Aufwand ist zuerst einmal derselbe, wie für ein Pop- oder Rockalbum. Aber wir arbeiten dann mehr mit akustischen Instrumenten, die ganz behutsam eingesetzt werden.

Nena: Ein solches Album entsteht sehr intensiv im Austausch mit Kindern, auch „großen Kindern“, Erwachsene, die sich ihre Neugierde erhalten haben. Es ist genau so viel Leidenschaft dabei, wie bei jedem anderen Album, aber es ist schon ein anderes Gefühl, Kinderlieder zu schaffen.


Was bringt der Besuch eines Museums oder einer Ausstellung?

Phillipp Palm: Das regt die Fantasie an, besonders bei Kindern, aber man darf sie nicht ins Museum „zerren“.

Nena: In der Schule, die wir gegründet haben, gehen die Kinder sehr oft ins Museum, aber sie bestimmen die Auswahl selbst und sind sehr oft, die Museumsführer. Damit erschließen sie sich eigenständig die Kunst.


Wie war der Kunstunterricht in eurer Schulzeit? Welche Note hattet ihr in Kunst?

Nena: Da hat der Lehrer gesagt: Malt mal einen Schmetterling. Wenn der nicht so aussah, wie es sich der Lehrer vorgestellt hat, gab es eine Sechs.
So werden Kinder nur eingeengt und in ihrer Fantasie beschnitten. Es sollte keine Noten oder Bewertungen im Kunstunterricht geben, denn jedes Kind schafft da seine eigene Welt.

Philipp Palm: Noten in Kunst sind Blödsinn. Aber statt der Noten werden heute die Kunstlehrer abgeschafft.


Wie hast Du Deinen Kindern den Zugang zu Kunst und Kultur eröffnet?

Nena: Eltern können nur die Dinge vermitteln, die von denen sie selbst begeistert sind. Ich habe mit meinen Kindern zusammen alles das genossen, was mir selbst Spaß macht. Eltern müssen nichts vermitteln, sie müssen ihre Interessen ehrlich vorleben und ihre Begeisterung zeigen.